Hilfe für Koliker

Wie ein chronischer Koliker zum gesunden Pferd wurde

Mein Vollblüter, der immer wieder zu Koliken neigte und auch schon in der Klinik war, erwischte es letztes Jahr so heftig, dass wir ihn fast über die Regenbogenbrücke schicken mussten. Er ist ein großer Kämpfer und zu unserer großen Freude hörte er noch in der Klinik auf zu koliken und nach einer Woche konnte ich ihn wieder nach Hause holen.

Vor zwei Jahren hatte ich durch einen veränderten Bewegungsplan, Haltung und Futterumstellung eine Besserung der Kolikhäufigkeit erzielen können, aber nicht durchgreifend genug.

Er hatte immer wieder Probleme im Bereich des Blinddarm und Dickdarm, meistens Gaskoliken.

Im letzten Jahr dann, einen Tag nach einer Kolik, fing er plötzlich wieder an, heftig zu koliken. Eine anschließende Untersuchung in der Pferdeklinik ergab, dass sich ein Teil des Dickdarms über das Milz-Nieren-Band gelegt hatte, durch den Transport im Hänger sich aber wieder gelöst hatte. Allerdings verlagerte sich der Dickdarm dann in der Nacht nach rechts und verklemmte sich hinter dem Blinddarm, wodurch er so heftig kolikte, dass wir uns fast von ihm hätten verabschieden müssen.

Eine OP kam bei ihm und seinem Alter (über 20) nicht mehr in Frage, aber durch die konservative und sehr professionelle Arbeit des Klinikpersonals legte sich der Dickdarm nach einiger Zeit wieder in die richtige Position. Nach der heftigen Nacht kolikte er trotz Verlagerung nicht mehr und war guter Dinge.

Nach einer Woche habe ich ihn wieder aus der Klinik abholen dürfen. Man gab mir Medikamente mit, machte Hinweise zur Fütterung, etc.

Da stand ich nun mit einem sehr, sehr abgemagerten Pferd, das langsam angefüttert werden durfte und einen ziemlichen trostlosen Eindruck machte.

Ich griff also auf mein Netzwerk zurück und konnte durch entscheidende Maßnahmen mein Pferd retten! Dies mag übertrieben klingen, aber die Klinik und weitere Experten aus meinem Netzwerk bescheinigten mir, dass dieser Vollblüter eine weitere heftige Kolik durch Verlagerung des Dickdarms wohl nicht überleben würde.

Folgende Maßnahmen führten bei meinem Vollblüter zum entscheidenden Durchbruch:

  • Regelmäßige und engmaschige Kontrolle der Zähne durch Spezialisten
  • Entgiftung der Leber durch spezielle Kräuter-> damit wurde der Vollblüter von Tag zu Tag besser, fing mit dem Fellwechsel an und nahm endlich auch besser zu.
  • Umstellung auf ein hochwertiges, dinkelhaltigesFutter. Durch den rauen Spelz des Dinkels wird die Darmperistaltik angeregt, aber nicht übererregt.
  • Homöopathische Behandlung durch eine Tierärztin,spezialisiert auf Homöopathie -> hier wurde auch seine Luftnot, bedingt durch eine neue Allergie gegen Staub und Milben, behandelt.
  • Nach Beendigung der homöopathischen Therapie fütterte ich die Kräuter im "Stimul-Vital" von REICO (mineralisches Gleichgewicht), wodurch er noch stabiler und lebenslustiger wurde und athletischer aussah.
  • Morgendliche und strikte Bewegungstherapie durch Führmaschine, Paddock und nachmittagserneute Bewegung durch Longieren, Reiten, Führen.
  • Einhaltung eines strukturierten Tagesablaufs (Bewegungstherapie, 3 x täglich Füttern etc.).

Mein Vollblüter ist nun seit einem Jahr kolikfrei, er hatte an einem Tag im Winter ein wenig „Darmdrücken“, wie die Tierärztin sich ausdrückte, als er zu wenig Wasser getrunken hatte. Durch die Gabe einer kleinen Menge Schmerzmittel und durch Füttern von Mash war der Spuk schnell wieder vorbei. Die Tierärztin meinte nur:“ Weitermachen wie bisher, Ihr Pferd hört sich gut an und sieht gut aus“!

Mittlerweile konnte ich, in Zusammenabreit mit meinem Netzwerk, schon mehreren chronischen Kolikern helfen, allerdings ist jeder Fall, jedes Pferd, individuell zu betrachten.

Wenn Sie noch Fragen haben, dann melden Sie sich einfach. Equilogistik hilft Ihnen weiter!

P.S. Nach einem Jahr und 4 Monaten hat mein Pferd im August aufgrund von selbst gemachtem Streß und Wetterumschwung eine Kolik, wieder mit leicht aufgegastem Blinddarm.

Er hat sich von dieser Kolik viel schneller erholt und auch nicht so stark abgebaut wie in den Jahren zuvor. Dies kann ich unter anderem auf die Gabe der Kräuter im "Stimul-Vital" zurückführen!