Pferdenüstern beim Ausatmen – Husten beim Pferd und Atemwegsprobleme

Husten beim Pferd – unser Hustentagebuch über 30 Tage

Wenn ein Pferd immer wieder hustet, beginnt für viele Pferdebesitzer eine oft langwierige Suche nach der Ursache. Tierarztbesuche, verschiedene Medikamente, Veränderungen bei Haltung und Fütterung – vieles wird ausprobiert, doch nicht immer stellt sich der gewünschte Erfolg dauerhaft ein.

Genau diese Situation haben wir mit unserem Wallach erlebt. Über längere Zeit begleiteten uns wiederkehrender Husten und eine starke Schleimbildung. Gemeinsam mit den behandelnden Tierärzten wurden die möglichen Ursachen sorgfältig abgeklärt und verschiedene Behandlungs- und Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehörten unter anderem klassische Schleimlöser, Antibiotika, eine Eigenblutbehandlung, Allergietests sowie Anpassungen der Haltung und Fütterung. Einige dieser Maßnahmen führten zu deutlichen Verbesserungen, dennoch kam es im weiteren Verlauf immer wieder zu Phasen mit verstärkter Schleimbildung.

Als wir auf einen pflanzlichen Kräuterkomplex aufmerksam wurden, war ich zunächst ehrlich gesagt skeptisch. Nicht, weil ich grundsätzlich an der Wirkung von Kräutern zweifelte – im Gegenteil. Kräuter begleiten meine Arbeit schon seit vielen Jahren. Meine Skepsis galt vielmehr der Frage, ob sich dieser Kräuterkomplex tatsächlich von vielen anderen Produkten unterscheiden würde und ob sich die vom Hersteller beschriebene besondere Verarbeitung auch in der Praxis bemerkbar machen würde.

Gerade deshalb wollte ich mich nicht auf mein Bauchgefühl verlassen. Statt vorschnell ein Urteil zu fällen, entschied ich mich, den Verlauf möglichst objektiv über einen Zeitraum von 30 Tagen zu dokumentieren. So entstand unser Hustentagebuch.

Hinweis: Dieses Hustentagebuch beschreibt den dokumentierten Verlauf bei einem einzelnen Pferd. Es ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Husten beim Pferd kann viele Ursachen haben und sollte deshalb immer im Zusammenhang mit Haltung, Fütterung und dem allgemeinen Gesundheitszustand betrachtet sowie bei wiederkehrenden oder anhaltenden Beschwerden tierärztlich abgeklärt werden.

30 Tage Hustentagebuch

Tag 1:

Vor der Gabe des Produktes

Mein Wallach hatte schon beim Putzen gehustet. Morgens in der Führmaschine, Wetter für Weide zu schlecht, mittags eine Stunde im Wald geritten, viel getrabt und galoppiert. Mein Pferd hatte sehr oft gehustet, manchmal nass, manchmal trocken. Oft den Kopf heruntergenommen, dann aber nicht gehustet. Nach 50 Minuten kein Husten mehr. Beim anschließenden Abspritzen und Kopf herunternehmen lief beiger Schleim aus dem linken Nüsternloch. Sehr zäh!

Produkt gefüttert, Pferd hat es gut aufgenommen.

Abends im Stall mehrfach gehustet.

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 1

Tag 1:

Tag 2:

20mg gefüttert

Morgens in der Führmaschine, mittags ca. 30 Minuten longiert, dann Paddock. Pferd nahm das Produkt wieder gut aus an. Anschließend kaum Ausfluss. Mittags mehrfach im Stall gehustet.

Tag 3:

25 g gefüttert

An diesem Tag beim Putzen 4 mal gehustet, beim Reiten 5 Mal, kein Ausfluss. TÄ hat heute abgehört und war über Zustand der Lunge positiv überrascht. Dieses "Phänomen" hatten wir aber schon mehrfach in einer Behandlung des Hustens. Warten wir's ab!

Tag 3:

Tag 4:

30 g gefüttert

An diesem Tag nur auf der Weide, beim Reinholen 2 Mal sehr nass gehustet, Pferd extrem gut drauf. Hat gebockt, ist wie wild galoppiert, obwohl er jeden Tag rauskommt!

Tag 5:

35 g gefüttert

Heute Morgen Führmaschine, nachmittags 30 Minuten longiert, 10 Mal nass gehustet, kaum Ausfluss.

Tag 5:

Tag 6:

40 g gefüttert

Heute Morgen Führmaschine, nachmittags auf der Weide, beim Reinholen 2 Mal nass gehustet. Gut drauf. Hat Produkt gut aufgenommen.

Tag 7:

50 g (volle Dosis) gefüttert

Morgens Führmaschine, nachmittags longiert, mehrfach gehustet, kaum Auswurf. Ab der 2. Woche soll es ja los gehen mit dem Schleimlösen!

Tag 7:

Tag 8:

Volle Dosis gefüttert

Pferd nach wie vor guter Dinge. Schon beim Putzen 5 Mal gehustet, kein Auswurf. Beim Reiten viele Male gehustet, sehr nass, so dass er richtig geröchelt hat, allerdings ohne Luftnot. Bein anschließenden Heufressen vom Boden aus lief aus der linken Nüster etwas Schleim raus.

Tag 9:

Volle Dosis gefüttert

Morgens Weide, nur 6 Mal gehustet, kein Auswurf, kein Ausfluss laut Trainer.

Tag 9:

Tag 10:

Volle Dosis gefüttert

Schon beim Putzen 5 Mal gehustet, beim Reiten im Wald dann dauerhaft gehustet. Nach dem Reiten lief es dann wie ein Wasserfall aus den Nüstern.

Anscheinend geht es jetzt los. Wichtig ist noch festzuhalten, dass mein Pferd nach wie vor sehr gut drauf war und sehr gehfreudig. War schon auf morgen gespannt!

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 10 volle Dosis

Tag 11:

Nach wie vor volle Dosis gefüttert

Beim Putzen 3 Mal gehustet, alles herunter geschluckt. Beim Reiten im Wald andauern gehustet, ausgespukt oder geschluckt. Sehr gängig und gut drauf. Nach dem Reiten nur leichten Ausfluss beim Heufressen.

 

Tag 11:

Tag 12:

50 g, volle Dosis gefüttert

Heute Ruhetag, nur Weide. Beim Galoppieren über die Weide sehr nass gehustet, konnte leider nicht sehen, wie viel herauskam. Immer noch extrem gut drauf.

 

Tag 13-16:

Hatte in dieser Woche Rückenprobleme und konnte nicht selber reiten. Laut Aussage meiner Reitbeteiligung bzw. Trainer hat er mal mehr mal weniger gehustet, Schleim auch geschluckt und nach dem Reiten Ausfluss. Leider habe ich keine Fotos dazu.

 

Tag 13-16:

Tag 16:

An diesem Tag konnte ich wieder selber reiten. Er hat viel gehustet, leider auch viel Schleim geschluckt. Er hustete auch in der Box, da am Vorderbein und an der Boxenwand zäher, noch nasser Schleim haftete. Zu eckelig zum Fotografieren!

Nach dem Reiten kein direkter Ausfluss, beim Fressen seiner Möhren aus dem Trog wieder gehustet und Schleim abgeschluckt. Das letzte Drittel der Verabreichungsdauer war nun angelaufen und ich war mal gespannt, wie es weiter geht!

 

Tag 17:

An diesem Tag nur Weide, beim Galoppieren viel gehustet, hinterher kein Ausfluss sichtbar.

Tag 17:

Tag 18:

An diesem Tag Weide und Führmaschine, nachmittags longiert. Viel Nasenausfluss und beim Husten in der Box flog der Schleim nur so durch die Luft. Die Tierärztin hatte heute noch einmal die Lunge abgehört. Der Schleim in der Lunge war gut zu hören, wie er sich bei jedem Atemzug bewegte. Es konnte somit klar festgestellt werden, dass seit dem 3. Tag der Fütterung sich der Schleim verflüssigt hatte und nun deutlich in der Lunge zu hören war. Bisher hat das Produkt also das gehalten, was es versprochen hat! Das Ende des "Selbstversuches" war ja noch nicht erreicht!

Tag 19:

An diesem Tag nur Führmaschine und Paddock den ganzen Tag, da bei uns am Stall größere Renovierungsarbeiten stattfanden. Wieder sehr nass gehustet, aber nur einige Male, soweit ich anwesend war.

Tag 19:

Tag 20:

Weide und Führmaschine morgens und longieren nachmittags. Normal viel gehustet und viel Schleim lief aus der Nase, gleiches Bild wie oben.

Tag 21:

Morgens Führmaschine, mittags geritten, wieder mal viel gehustet und anschließend lief wieder viel Schleim aus den Nüstern.

Es sind noch einige Gramm des Zusatzfutters übrig, so dass ich noch einige Zeit weiter füttern kann.

Tag 21:

Tag 22-24:

Morgens Weide und Führmaschine, nachmittags geritten oder longiert, sonntags nur Weide bzw. Auslauf. Sogar beim Grasen lief der Schleim aus den Nüstern. Laut Aussage des Trainers lief nach dem Longieren sehr viel Schleim aus beiden Nüstern.

Tag 25-29:

Er hat immer noch gehustet, ob in der Box oder an der frischen Luft, teilweise fliegt der Schleim durch die Luft, wird geschluckt oder läuft aus der Nase.

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 25-29

Tag 25-29:

Tag 30:

Heute nicht gehustet, kein Ausfluss.

Tag 31:

Heute wieder gehustet auf dem Paddock, anscheinend saß noch was fest, kein Ausfluss, aber Auswurf, den er geschluckt hat. Das Mittel geht so langsam zu neige. Bisher war ich hoch zufrieden, vor allem deshalb, weil mein Pferd top aussieht und sehr gut drauf war und viel, viel Schleim verloren hatte.

Tag 31:

Tag 32-33:

Die letzten Tage hatte mein Pferd sehr viel gehustet (die Pollen fliegen bei uns sehr stark) in der Box, auf der Weide, bis er mir zähen Schleim vor die Füße gespukt hat. Das Foto zeigt das Resultat.

Nach Rücksprache mit meinen Tierärzten und dem Hersteller habe ich das Mittel noch weiter gefüttert, bis jeglicher Schleim ausgehustet ist. Ich halte alle hier auf dem Laufenden.

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 32-33

Tag 34-36:

Mein Pferd hatte 3 Tage Pause nach seiner Akupunktur. Die Pollen fliegen, mein Pferd hat viel gehustet mit abnehmender Tendenz. Bin mal gespannt, wie es am Wochenende weitergeht!

Tag 34-36:

Tag 37

Bis Ende Fütterung 1. Dose

Mein Pferd war nach wie vor top drauf und hustete beim Reiten etwas weniger, hatte aber immer noch Ausfluss.

So sieht es nach dem Reiten aus: Foto

Allerdings hustete er nach dem Reiten bzw. in der Box immer noch und es kam auch immer noch was raus. Der Schleim war ziemlich zäh. Aus diesem Grund habe ich, wie oben schon angekündigt, noch eine weitere Dose gefüttert, um auch den letzten Rest aus der Lunge heraus zu bekommen.

Foto: Schleimfleck an der Boxenwand

Mein Fazit ist aber nach wie vor, dass dieses Hustenmittel Pferd wirklich das hält, was es verspricht. Der Schleim floß und floß!

Seit nun 5 Tagen füttere ich nun die zweite Dose von diesem natürlichen Schleimlöser für Pferde und sofort ging es wieder los. Er hustete in der Box und vor dem Reiten sehr zähe Flatschen Schleim aus und nach dem Reiten lief der Schleim aus den Nüstern. Soweit, so gut!

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 37 bis Ende Fütterung 1 Dose

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 37 Schleimfleck an der Boxenwand

Tagebuch Dauerhuster Pferd neuer pflanzlicher Schleimlöser Tag 37 Pferd hat immer noch Ausfluss

Unser Fazit nach 30 Tagen

Nach 30 Tagen dokumentierter Beobachtungen und der anschließenden tierärztlichen Nachuntersuchung konnten wir ein erstes persönliches Fazit ziehen.

Bereits während des Hustentagebuchs fiel uns auf, dass unser Wallach zunehmend leistungsbereiter wirkte und beim Reiten deutlich motivierter war. Gleichzeitig zeigte sich weiterhin Schleim, insbesondere nach der Arbeit oder nach dem Weidegang. Für uns war das jedoch kein Rückschritt, sondern ein Zeichen dafür, dass sich die Atemwege weiterhin reinigten.

Auch die tierärztliche Kontrolle bestätigte eine positive Entwicklung. Die Lunge hörte sich deutlich besser an, war wesentlich besser belüftet und die Atemgeräusche hatten sich spürbar verbessert. Da noch etwas Schleim vorhanden war, empfahlen die behandelnden Tierärzte, den pflanzlichen Kräuterkomplex zunächst weiter zu füttern, damit sich die Atemwege vollständig reinigen konnten.

Unabhängig davon blieb für uns wichtig, die Gesamtsituation unseres Pferdes im Blick zu behalten. Neben der Fütterung spielten auch Haltung, Stallmanagement und die bekannte Pollenallergie eine entscheidende Rolle. Deshalb setzten wir den Kräuterkomplex während der Pollenflugzeit weiterhin in reduzierter Dosierung ein und ergänzten das Management durch weitere Maßnahmen im Stall.

Rückblickend war nicht ein einzelnes Produkt ausschlaggebend, sondern das Zusammenspiel verschiedener Bausteine. Die enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Tierärzten, Anpassungen bei Haltung und Fütterung sowie der ergänzende Einsatz des pflanzlichen Kräuterkomplexes trugen gemeinsam dazu bei, die Atemwege unseres Pferdes langfristig zu unterstützen.

Einige Jahre später mussten wir unseren Wallach leider aus anderen gesundheitlichen Gründen gehen lassen. Seine Atemwege bereiteten ihm bis zu diesem Zeitpunkt jedoch keine nennenswerten Probleme mehr. Er blieb leistungsbereit, gangfreudig und hatte die starke Schleimbildung, die uns über längere Zeit begleitet hatte, nicht mehr entwickelt.

Dieses Hustentagebuch entstand aus dem Wunsch heraus, den Verlauf bei Husten beim Pferd möglichst objektiv zu dokumentieren. Die Erfahrungen aus diesem 30-Tage-Test fließen bis heute in unsere Beratung von Pferden mit Husten, wiederkehrender Schleimbildung oder anderen Atemwegsproblemen ein. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Maßnahmen oder einen pflanzlichen Schleimlöser für Pferde, sondern immer das Zusammenspiel von Haltung, Fütterung, Gesundheitszustand und tierärztlicher Begleitung. Denn jedes Pferd ist anders – und genau deshalb gibt es für uns keine Patentlösung, sondern individuelle Konzepte, die auf das jeweilige Pferd abgestimmt werden.

Benötigen Sie Unterstützung bei Husten Ihres Pferdes?

Leidet Ihr Pferd unter wiederkehrendem Husten, Schleimbildung oder anderen Atemwegsproblemen? Gerne begleiten wir Sie dabei, die Ursachen gemeinsam zu betrachten und ein individuelles Konzept für Ihr Pferd zu entwickeln.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Bitte geben Sie Ihren Nachnamen ein.
Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein.
Bitte geben Sie Ihre Telefon-Nr. ein.
Ungültige Eingabe
Datenschutz*
Datenschutz
Bitte Datenschutzbestimmungen anerkennen!
Logo Equilogistik

Kontakt

Folgen Sie uns