
Offene Wunde beim Pferd: Wundheilung unterstützen
Hilfe bei schlechter Wundheilung
Ein Fall aus der Praxis
Als sich die Pferdebesitzerin an uns wandte, bestand die Verletzung bereits seit rund acht Wochen. Obwohl die Wunde tierärztlich versorgt und konsequent behandelt worden war, blieb sie weiterhin offen und heilte nur langsam.
Gemeinsam entschieden wir uns deshalb, den weiteren Heilungsverlauf mit Fotos festzuhalten. So entstand dieser dokumentierte Fallverlauf, der zeigt, wie sich die Wunde in den folgenden Wochen entwickelte.
Foto direkt nach dem Unfall

Black Jack, ein mittlerweile 5-jähriger Warmblutwallach, hat versucht, über den Weidezaun zu springen. Leider ist er hängen geblieben und hat sich einige Fleischwunden an den Beinen zugeführt. Eine offene Wunde des Pferdes befand sich außen in der Fesselbeuge des linken Hinterbeins.
Sie konnte vom herbeigerufenen Tierarzt nicht genäht oder geklammert werden, da zu viel Spannung bzw. Bewegung in diesem Bereich lag.
Die Wundversorgung des Pferdes wurde also konservativ die ersten Tage mit einem Druckverband durchgeführt, anschließend wurde die Wunde offengelassen und mit flüssiger Beta Isadonna behandelt.
Aber auch nach fast 8 Wochen war sie nicht komplett verschlossen, ein 1-Euro großer Teil blieb nach wie vor offen. Der Tierarzt empfahl nun eine Narbensalbe.
Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Kundin an Equilogistik gewandt und nach einer alternativen Lösung gefragt, um die Wundheilung bei diesem Pferd zu unterstützen.
Die Kundin stellte mir das Pferd und seine Verletzung zum ersten Mal am 2 Monate nach dem Unfall vor. Ich konnte deutlich die nach wie vor offene Wunde sehen, der Bereich rund um die Wunde war verdickt und fühlte sich wulstig, fast schwartig an (siehe Foto, nach einer ersten Reinigung).
Foto direkt nach dem Unfall
Nach 8 Wochen konservativer Behandlung

Ich empfahl der Kundin, die Wunde 2 Mal täglich mit einer 10%-igen Lösung Multihysan von REICO Vital-Systeme vorsichtig abzuwaschen.
6 Tage später kontrollierte ich die ersten Ergebnisse. Es ist gut sichtbar, dass sich die Wunde weiter verschlossen hat und abheilt (siehe rosa farbender Bereich rund um die offene Stelle).
6 Tage unter Multihysan

Nach einer weiteren Woche sollte die Kundin die Wunde nur noch 1 Mal täglich mit der gleichen Lösung abtupfen. Nach weiteren 2 Wochen hat sie die 10%-ige Lösung nur noch ein Mal täglich 2 Wochen lang aufgesprüht.
Nach 4-wöchiger Behandlung hat sich die Wunde fast vollständig verschlossen, allerdings war der Bereich rund um die Wunde nach wie vor noch wulstig und schwartenartig. Ich empfahl der Kundin, noch weitere 2-3 Wochen die Wunde 1 Mal täglich mit der Lösung einzusprühen.
6 Tage unter Multihysan
Nach weiteren 3 Wochen

Nach 3 Wochen ist die Wunde vollkommen verschlossen, der Wulst unter bzw. rund um die Wunde verschwunden war und im Fellwechsel jetzt auch die ersten Haare nachwachsen.
Nach 2 Monaten

Nach rund zwei Monaten war die Wunde vollständig verschlossen. Auch die Haare waren vollständig nachgewachsen, sodass später kaum noch erkennbar war, dass an dieser Stelle eine Verletzung bestanden hatte.
Nach 2 Monaten
Dieser dokumentierte Fall zeigt, dass auch eine zunächst schlecht heilende Wunde mit Geduld und einer konsequenten Versorgung erfolgreich verheilen kann. Die tierärztliche Erstversorgung bildete die Grundlage der Behandlung. Anschließend dokumentierten wir den weiteren Heilungsverlauf unter der ergänzenden Wundversorgung mit Multihysan.
Jede offene Wunde beim Pferd ist anders. Ursache, Lage und Ausmaß der Verletzung sowie der allgemeine Gesundheitszustand des Pferdes können den Heilungsverlauf beeinflussen. Deshalb ersetzt dieser dokumentierte Fall keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung, sondern soll zeigen, wie wichtig eine konsequente Beobachtung und Dokumentation des Heilungsverlaufs sein können.
Benötigen Sie Unterstützung?
Leidet Ihr Pferd unter einer schlecht heilenden Wunde oder möchten Sie wissen, wie Sie die Wundheilung sinnvoll unterstützen können?
Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Gemeinsam betrachten wir die individuelle Situation Ihres Pferdes und entwickeln ein passendes Konzept – abgestimmt auf Haltung, Fütterung und den aktuellen Gesundheitszustand.