Braunes Pferd steht zwischen Gräsern, schaut aufmerksam

Kolik beim Pferd: Wie wir das Risiko weiterer Koliken deutlich verringern konnten

Eine Kolik gehört zu den häufigsten Notfällen beim Pferd. Wenn ein Pferd kolikt, zählt jede Minute – die Diagnose und Behandlung gehören deshalb immer in die Hände eines Tierarztes.

Doch was passiert danach?

Genau diese Frage stellte ich mir vor einigen Jahren bei meinem eigenen Vollblüter. Trotz verschiedener Anpassungen in Haltung, Fütterung und Bewegung litt er immer wieder unter Koliken. Zweimal musste er wegen einer Gaskolik in die Tierklinik, später folgte sogar eine Dickdarmverlagerung hinter den Blinddarm. Aufgrund seines Alters kam eine Operation nicht mehr infrage. Glücklicherweise gelang es dem erfahrenen Klinikteam, den Darm konservativ wieder in seine natürliche Lage zu bringen.

Kolik beim Pferd

Eine Woche später durfte ich meinen Wallach wieder nach Hause holen. Vor mir stand ein stark abgemagertes Pferd, das nur langsam wieder angefüttert werden durfte. Die Klinik hatte hervorragende Arbeit geleistet und ihm das Leben gerettet. Für mich begann nun jedoch eine andere Herausforderung: Wie konnten wir verhindern, dass es erneut zu einer Kolik kam?

Mir wurde klar, dass ich nicht länger nur die Koliken selbst betrachten wollte. Ich wollte verstehen, welche Faktoren immer wieder dazu beitrugen und welche Veränderungen meinem Pferd langfristig helfen könnten. Genau diese Suche nach den Ursachen hat meine heutige Arbeitsweise bei Equilogistik nachhaltig geprägt.

Welche Veränderungen meinem Vollblüter langfristig geholfen haben

Es gab nicht die eine Maßnahme, die alle Probleme löste. Vielmehr zeigte sich, dass mehrere Veränderungen zusammen den entscheidenden Unterschied machten:

  • Der Stallwechsel in eine offene Box mit direktem Blick und Zugang nach draußen brachte deutlich mehr Ruhe und Ausgeglichenheit. Obwohl er auch zuvor ausreichend Bewegung erhielt, hatte ich den Eindruck, dass die offenere Haltungsform und die Möglichkeit, seine Umgebung jederzeit wahrzunehmen, sein Wohlbefinden nachhaltig verbesserten.
  • Mehr gleichmäßige Bewegung unterstützte die Darmtätigkeit und reduzierte längere Stehzeiten.
  • Eine gezielte Unterstützung der Darmgesundheit durch ein Ergänzungsfuttermittel mit probiotischen Bestandteilen erwies sich als sinnvoller Baustein.
  • Die regelmäßige Kontrolle der Zähne gehörte selbstverständlich weiterhin zum Gesundheitsmanagement. Auch wenn bei meinem Vollblüter hier keine Ursache gefunden wurde, sollten Zahnprobleme bei wiederkehrenden Koliken grundsätzlich ausgeschlossen werden.
  • Eine gezielte Unterstützung des Stoffwechsels mit ausgewählten Kräutern führte dazu, dass sich sein Allgemeinzustand zunehmend verbesserte. Er kam besser durch den Fellwechsel und nahm endlich wieder an Gewicht zu.
  • Die Behandlung durch eine auf Homöopathie spezialisierte Tierärztin unterstützte ihn zusätzlich. Dabei wurde unter anderem auch seine Allergie gegen Staub und Milben berücksichtigt, die seine Atemwege belastete.
  • Nach Abschluss dieser Behandlung ergänzte ich die Fütterung dauerhaft mit den Kräutern im REICO Stimul-Vital. Mein persönlicher Eindruck war, dass er dadurch noch stabiler, leistungsbereiter und insgesamt deutlich lebensfroher wurde.
  • Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Fütterungszeiten und regelmäßiger Bewegung brachte zusätzliche Ruhe in seinen Alltag.

Unser Fazit

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Mein Vollblüter blieb anschließend über einen langen Zeitraum kolikfrei. Lediglich an einem Wintertag zeigte er leichte Anzeichen von „Darmdrücken“, nachdem er zu wenig getrunken hatte. Mit einer kleinen Menge Schmerzmittel, Mash und tierärztlicher Kontrolle war die Situation schnell wieder unter Kontrolle.

Rückblickend bin ich überzeugt, dass nicht eine einzelne Maßnahme den Unterschied gemacht hat. Entscheidend war vielmehr, das gesamte Pferd zu betrachten und verschiedene Einflussfaktoren sinnvoll miteinander zu verbinden.

Genau diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen wir heute auch bei Equilogistik. Wiederkehrende Koliken entstehen häufig nicht durch eine einzige Ursache. Haltung, Fütterung, Darmgesundheit, Bewegung, Zahnstatus und weitere individuelle Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Deshalb betrachten wir jedes Pferd individuell und entwickeln gemeinsam mit den Pferdebesitzern und – wenn erforderlich – den behandelnden Tierärzten und weiteren Fachleuten ein passendes Gesundheitskonzept.

Benötigen Sie Unterstützung?

Hat Ihr Pferd bereits mehrere Koliken durchgemacht oder möchten Sie das Risiko weiterer Koliken möglichst gering halten?

Gerne analysieren wir gemeinsam mit Ihnen Haltung, Fütterung und die individuellen Voraussetzungen Ihres Pferdes. Oft sind es mehrere kleine Veränderungen, die zusammen einen großen Unterschied machen.

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